Blick durchs Schlüsselloch – Malerei GK 11
Was sehen wir, wenn wir durch ein Schlüsselloch blicken? Einen kleinen Ausschnitt der Welt – und vielleicht gleichzeitig einen Blick auf uns selbst.
Mit dieser Frage beschäftigte sich der Grundkurs Kunst (2) der Jahrgangsstufe 11 in einer mehrwöchigen malerischen Auseinandersetzung im Laufe des letzten Schuljahres. Ausgangspunkt war das Motiv des Schlüssellochs, das zum Nachdenken über die eigene Vergangenheit, die Zukunft und die persönliche Gegenwart einlud: Was liegt hinter mir? Was liegt vor mir? Was bewegt mich? Worauf freue ich mich? Was möchte ich hinter mir lassen?
Zunächst setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit unterschiedlichen Epochen und Positionen der Malerei auseinander und lernten ausgewählte Künstlerinnen und Künstler sowie deren individuelle Bildsprachen kennen. Anschließend wurden sie selbst zu Künstlern: Über mehrere Wochen entwickelten sie eigene Bildideen und setzten diese in großformatigen Malereien um.
Entstanden sind Arbeiten, die vielfältig, farbenfroh und vor allem ganz individuell gestaltet sind. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte und gibt einen Einblick in die Gedanken- und Lebenswelt der Schüler. Manche Arbeiten erzählen davon, welcher Druck und Stress nach dem Abitur abfallen wird, andere blicken auf Veränderungen im eigenen Leben oder auf neue Wege, die vor ihnen liegen. Wieder andere greifen persönliche Themen und Gedanken auf, die sie gegenwärtig begleiten.
So wurde aus dem zunächst kleinen Ausschnitt eines Schlüssellochs ein großes Fenster in ganz unterschiedliche Lebenswelten.
Text und Fotos: Frau Hoffmann











