Raus aus dem Klassenraum, rein in die Natur – die große Bio-Exkursion Klasse 11
Jedes Jahr im Lernbereich Ökologie steht für unsere Elftklässler ein besonderer Tag auf dem Programm: die Biologieexkursion in den Leipziger Auwald. Auch in diesem Jahr machten sich der Biologieleistungskurs, drei Grundkurse sowie die beiden Kurse des Wahlpflichtfachs Ökologie gemeinsam auf den Weg – begleitet von neun Biologielehrerinnen und -lehrern, die an vier Stationen auf die Schülerinnen und Schüler warteten, betreuten und informierten.
Das Wetter spielte diesmal besonders gut mit – sonnig, angenehm warm und kein Regen in Sicht. Bessere Bedingungen für eine Exkursion ins Freie hätte man sich kaum wünschen können.
An der Station Wiese betreuten Herr Frei, Herr Hoffmann und Frau Thom-Wilhelm die Gruppen, während Frau Hübner und Frau Gebauer an der Station Wald auf die Schülerinnen und Schüler warteten. Frau Linke und Herr Tannert luden an der Station Boden zum Graben, Messen und Staunen ein und die Station Fließgewässer– mitten im südlichen Leipziger Auwald, dort wo das Elsterflutbett der Weißen Elster seinen Lauf nimmt betreuten Frau Hummel und Frau Jung.
Zwischen Forsthaus Raschwitz und der B2 erstreckt sich hier ein naturnaher Laubmischwald von besonderer Qualität: Die Baumkronen schließen sich zu einem grünen Dach, der Boden darunter ist bedeckt von einem dichten Teppich aus Bärlauch, dessen würziger Duft an diesem Tag unverkennbar in der Luft lag. Wer genau hinschaute, entdeckte zwischen den herzförmigen Blättern auch den geheimnisvollen Aronstab – eine der faszinierendsten Pflanzen des Auwaldes, mit seiner ungewöhnlichen Blütenform ein stilles Highlight für alle, die sich die Zeit nahmen, hinzusehen.
An jeder Station bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler konkrete Aufgaben und fertigten dazu ein Protokoll an. Wer mit offenen Augen und echter Neugier dabei war, hatte reichlich zu entdecken: Pflanzenbestimmung, Tierbeobachtungen, die Schichtung des Waldes, pH-Wert-Messungen im Boden und im Gewässer – die Natur bot an diesem Tag ein echtes Freiluftlabor.
Und tatsächlich war deutlich zu spüren, wie unterschiedlich die Schülerinnen und Schüler mit dieser Erfahrung umgehen. Ein Teil von ihnen nahm mit Neugier und Interesse die Protokoll-Aufgaben an– akribisch, aufmerksam, mit dem Stift in der Hand und dem Blick für Details.
Daneben gibt es jedoch auch jene, die den Aufwand lieber umgehen und sich mit Ergebnissen aus Vorjahren behelfen – eine Haltung, die der Idee dieser Exkursion leider nicht gerecht wird. Denn was die Natur an diesem Tag zu zeigen hat, lässt sich in keinem alten Protokoll wirklich festhalten.
Für uns Biologinnen und Biologen ist diese Exkursion jedes Jahr aufs Neue ein Highlight – weil Ökologie eben nicht im Unterrichtsraum beginnt, sondern dort draußen, zwischen Bäumen, Boden und fließendem Wasser.










